Musik

Häng die Gitarre runter!

Puh, das ist ein wirklich sehr, sehr schwieriges Kapitel. Ich musste lange mit mir selber darüber zanken, ob es eine gute Idee ist, was dazu zu schreiben. Es gibt einfach viel zu viel zu erzählen...

Aber ich werde wohl nicht darum herumkommen. Schließlich bildete Musik den Großteil meines Lebens - den kann man nicht so einfach wegschmeißen!

Ich habe mich für einen Kompromiss entschieden. Ich werde zwar etwas schreiben, aber in einer so dermaßen geikürzten Form, dass es fast schon weh tut! Alles klar? Also los gehts...

Capitán Sánchez

Lieber Internetfreund, falls wir uns kennen, dann kennst du sicherlich auch Capitán Sánchez. Umgekehrt, falls du Capitán Sánchez kennst, dann kennst du höchstwahrscheinlich auch mich. Nun, was aber wenn du weder mich noch Capitán Sánchez kennst? Na dann schau dir doch einfach mal die Homepage an - hier der Link: WWW.CAPITAN-SANCHEZ.ORG -, es würde sich lohnen!

Zusammenfassung

Ist schon o.k. lieber Internetfreund - ich hätte auch keine Lust, in der unendlichen Weite des Internetmeeres zu hin- und herzusurfen, ohne zu wissen, auf was ich mich da genau einlasse. Nun gut, ich fasse zusammen:

Live bei "Das Fest"

Wir, Capitán Sánchez, waren drei Kerle, die deutsche und spanische Musik machten. Vielleicht war das Besondere an uns, dass wir alle drei gesungen haben... ich weiß es nicht. Jedenfalls waren Live-Auftritte unser Ding. Ich wüsste wirklich nicht, in welch anderer Disziplin man in der selben Zeit gleichviel Kalorien verbrauchen könnte... Singen, gleichzeitig Gitarre spielen, sowie sich auf und von der Bühne schmeißen - heiliger Strohsack, ein besseres Fitness-Programm kenne ich nicht!

Du kannst es schon erahnen, lieber Internetfreund, wir kommen langsam zu dem Part, in dem ich anfangen muss, uns selber zu loben. Früher oder später wäre er eh gekommen, also Augen zu und durch...

Eigenlob duftet

Mannomannomann, haben wir geile Abenteuer erlebt... aber Moment mal, wieso soll ich mir dieses Mal selber die Hände schmutzig machen. Das hat doch schon mal mein alter Kumpel FABI (alias Faxe) gemacht...

Capitán Sánchez in Nottingham
  bei unserem Kumpel "Robin Hood"!

Also lieber Internetfreund, falls du bisher noch nicht auf der Capitán Sánchez Homepage warst, dann ist vielleicht jetzt der Zeitpunkt gekommen, sich wirklich darüber Gedanken zu machen. Denn der folgende Absatz ist eine astreine Kopie dessen, was du auf der News-Seite dort nachlesen kannst. Aber bevor ich das Wort an Fabi übergebe, möchte ich noch eins vorwegnehmen: Ja, es ist tatsächlich war, dass wir in Nottingham aufgetreten sind und dort drei Tage lang für umme einen riesen Spaß hatten (siehe Foto mit Robin Hood rechts). Und ja, unser Schweiß auf der Bühne hat tatsächlich auch Kohle und Respekt eingebracht (siehe Foto unten).

Hmpf, das war jetzt etwas viel Lob auf einmal, aber egal, ich übergebe jetzt an Fabi: "Alles in allem hatten wir aber ein Granaten-Glück, so viele hammergeile Sachen erleben zu dürfen. Angefangen beim Konzert in Nottingham, dem Toy Dolls Support, dem Fest-Auftritt, das Radio Interview mit dem Uwe und, und, und... bei so viel von der Vergangenheit reden, kommen wir uns zwar vor wie unsere Omas, könnten jedoch trotzdem noch stundenlang davon schwärmen, wie geil es war, eingepfercht in einem überladenen Auto durch die Gegend zu tuckern, irgendwo zu spielen, nen riesen Haufen super Leute kennenzulernen und mit denen Höllen-Spaß zu haben..."

So, das reicht lieber Internetfreund, ich glaube wir haben uns verstanden! Wenn ich dir noch ein, zwei Tipps mit auf den Weg geben darf, dann zieh' dir vielleicht mal El Capitán oder Dann doch wenigstens uns rein. Ansonsten wird Zeit, dieses Kapitel hinter sich zu lassen und der Realität ins Auge zu sehen.

Unsere Preise beim Newcomer-Contest Karlsruhe

Aus und vorbei

Zugegeben, ich hatte es bisher noch nicht ausdrücklich erwähnt, aber uns gibt es gar nicht mehr. D.h. uns gibt es schon noch, aber eben nicht mehr zusammen auf der Bühne. Niemehr? Nun, eins habe ich im leben gelernt: nie zu sagen geht immer in die Hose! Wie auch immer, es bleibt nur noch die Frage zu klären, warum...

Hmpf! Auch das ist wiedermal ein Kapitel das geradezu prädestiniert dazu ist, als heißer Brei behandelt zu werden, um den ich herumerzähle... Egal, da muss ich durch!

Höllemäßig kurzgefasst kann man sagen, dass wir als Band mehr durch die Welt gereist sind als erträumt, so dass wir dann irgendwann an einen Punkt angekommen sind, wo wir uns mit der Frage auseinandersetzen mussten: "Mit Musik sein Brot verdienen, ja oder nein?". Früher wäre das für uns vermutlich keine Frage gewesen. Aber inzwischen hatten wir schon einen ganzen Batzen Erfahrung gesammelt, so dass wir wussten, wie der Hase im Musikgeschäft läuft - nämlich so, wie er lieber nicht laufen sollte. Also hatten wir uns dazu entschlossen, "wir hören auf, wenn's am schönsten ist!"

O.k., diese Zusammenfassung war jetzt wirklich sehr, sehr kurz, aber vermutlich trotzdem besser als der heiße Brei, der so heiß ist, dass man ihm lieber nicht zu nahe kommen möchte...

Vermutlich habe ich aber sowieso den falschen Ansatz verfolgt. Irgendwann einmal habe ich nämlich den Spruch aufschnappt, dass Bilder mehr sagen sollen als tausend Worte. Nun gut lieber Internetfreund, probieren wir es aus... hier ein Haufen Schnappschüsse auf die gute alte Zeit, prost!

Ein ganzer Haufen Capitá-Sánchez-Fotos - grau gemischt!

Was bleibt

Übrig geblieben ist ein Leben ohne Band. Ein solches Leben war für mich zu Capitán-Sánchez-Zeiten unvorstellbar. Doch inzwischen habe ich mich daran gewöhnt.

Zugegeben, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Ich glaube, die Trennung der Band habe ich noch immer nicht ganz überwunden - auch wenn ich mir größte Mühe dazu gebe. Aber was will ich erwarten? Früher drehte sich schließlich alles um die Band - sie bestimmte dein Leben und du warst ihr Sklave!

Letztendlich war es aber trotzdem die richtige Entscheidung. Der Spaß sollte immmer im Vordergrund stehen denn STRESS IST SCHLECHT, JETZT MAL IN ECHT! ... Nö du, ich glaube,wir haben im richtigen Moment die Kurve gekriegt!

Ob ich Ambitionen für eine neue Band habe? Nein, momentan nicht. Vielleicht (naja, sagen wir mal lieber, mit Sicherheit) irgendwann mal wieder, aber im Moment bin ich noch nicht soweit. Eine neue Band hätte es aber auch verdammt schwer... Die Zeit mit Capitán Sánchez würde ich wahrscheinlich mit einer neuen Band nacherleben wollen... was aber nicht möglich ist, weil's einfach unmöglich ist. (Geiler Satz!)

Erstes Konzert mit "Nüchtern" im Jahr 19xx

Außerdem habe ich so meine Macken, was die ganze Sache nicht gerade einfacher macht: Beispielsweise muss für mich 'ne Band aus drei Leuten bestehen, sonst ist sie bei mir eh schon automatisch untendurch! Und das ist nicht nur ne Modeerscheinung meinerseits. Nein lieber Internetfreund, diese Meinung vertrete ich schon zeitlebens. Was, du glaubst mir nicht? Na dann schau dir z.B. mal das Foto weiter rechts an - darauf ist der erste Live-Auftritt meiner ersten Band zu sehen: DREI LEUTE waren wir ... und das schon im Jahre 19-hundert-schlagmichtot!

Gut o.k., zugegeben, das mit den drei Leuten ist natürlich nicht mein allerletztes Wort, aber es eignet sich sehr gut für den Übergang ins nächste Thema. In der Zeit, als der Capitán lebe wohl sagte, trennten sich nämlich viele geniale 3-Mann-Bands. Eigentlich will ich keine Namen nennen, aber der Name WIZO wäre früher oder später sowieso gefallen. Aber auch auf regionaler Ebene verschwanden Bands, mit denen ich mich (zumindest ein Stück weit) identifizieren konnte...

Was das zur Folge hat? Nun, ich bin nicht mehr so häufig auf Konzerten unterwegs wie früher - da zählte das Besuchen irgendwelcher Konzies zu meinem gewöhnlichen Abendprogramm. Mittlerweile hat sich das drastisch geändert - wo sind denn nun die Bands, die mich live noch vom Hocker hauen sollen?

Natürlich, ab und zu bin ich Abends schon noch unterwegs um mir ein paar Gigs reinzuziehen, aber da steht dann nicht mehr so richtig der musikalische Kick im Vordergrund. Vielmehr nutze ich das, um mal wieder die alten Gesichter zu sehen...

Mannomann, irgendwie klingt das Ganze ziemlich hochgestochen (soll es aber eigentlich gar nicht) und bescheuert (das schon eher)! Hmpf, egal, warum sich darüber den Kopf zerbrechen... am besten, wir lassen das Thema hinter uns. Lieber Internetfreund, mach dich lieber bereit für das vorläufig letzte Kapitel.

Wo stehe ich nun

Die Zeit schreitet unaufhaltsam voran und im Grunde hat sich nicht viel verändert. Nach wie vor stehe ich Tag ein, Tag aus, vor dem Spiegel - mit Sonnenbrille, gestelltem Kragen und Koteletten - und singe die Lieder meines verstorbenen Freundes.

Neue Songs

Abgesehen von Elvis-Songs komponiere ich ab und zu auch noch eigene Lieder. Meistens bleiben diese im Verborgenen und dienen dem Zwecke der Selbstheilung. Aber ab und zu kommt auch mal eins ans Licht, wie z.B. DAS HIER. Meistens jedoch nur für kurze Zeit. Also mach's gut...

Fortsetzung

Lieber Internetfreund, du wirst dich jetzt sicher fragen, warum du dich auf einmal im Kapitel Fortsetzung befindest. Nun, auf den ersten Blick scheint das sicherlich keinen Sinn zu ergeben. Wohl aber auf den zweiten - nachdem du dir DORT durchgelesen hast, was es zukünftig mit den Fortsetzungen auf sich hat, bis gleich!

Zwar steht die Musik nicht mehr ausschließlich im Mittelpunkt meines Lebens, aber dafür steht immer mindestens eine meiner Gitarren in greifbarer Nähe! Ab und zu (besonders nachts, wenn die Ratten schlafen) spielen sich in meinem Kopf unheimliche Dinge ab. Nicht selten treffen sich wilde Gedanken und sonderbare Melodien und bilden einen Einklang. Sehr selten wiederum resultiert aus solch einem Treffen ein Vierklang. Und wenn das geschieht lieber Internetfreund, dann ist es soweit: dann greife ich zu!

12.02.2009 - Neue Songs II

Wenn du den obigen Abschnitt gelesen hast, lieber Internetfreund, dann weißt du auch wie folgendes Lied entstanden ist. Es ist ein ganz besonderes Lied - vor allem, weil es eigentlich noch gar nicht fertig ist! Genaugenommen fehlt nur noch der Text zum Schluss! ... und das, obwohl er schon seit Ewigkeiten existiert!

Nun gut, jetzt bleibt natürlich noch zu klären, (a) warum der Text noch nicht ganz fertig ist, (b) was es denn eigentlich zu hören gibt und (c) weshalb ich überhaupt auf die Idee komme, etwas Unfertiges zu veröffentlichen.

(a): Es handelt sich um ein sehr melancholisches Lied, dessen Text eigentlich von Anfang an zu 90% fertig war - was bedeutet, dass der Text bis zum letzten Refrain existiert. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass anschließend noch eine Strophe kommt ... und diese entscheidet über Leben und Tod - eine Entscheidung, die ich bisher noch nicht treffen konnte!

(b): Zu hören gibt es den Song - ohne Gesang - ab dem letzten Refrain. Dass der Gesang (noch) fehlt, versteht sich von selbst, da er ja (gefühlsmäßig) sehr stark davon abhängt, wie das Lied zu Ende geht.

(c): Kein Gesang und dann auch nur die letzten paar Sekunden des Songs - warum ich mich entschlossen habe, sowas zu veröffentlichen, weiß ich selber noch nicht so genau. Vielleicht liegt es daran, dass es den Song (instrumental) einfach schon viel zu lange gibt. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass ich insgeheim die Hoffnung habe, dass mein Internetfreund mir bei (a) weiterhelfen kann. Ja lieber Internetfreund, sag mir entweder "Hey, der Junge muss sterben - wir leben in einer realen Welt und somit muss auch der Song realistisch bleiben!" oder "Hey, ich glaube noch an Gerechtigkeit und ans wahre Heldentum - der Junge soll überleben!".

Bescheidgeben kannst du mir einfach per Mail, Gästebucheintrag oder Flaschenpost. Anhören kannst du dir den Song bei MYSCHEISS, bis bald!